Junger Usbeke erhängt sich in russischer Abschiebehaft

Der 19-jährige Abdusamat Fasletdinov wurde am 15.11.2012 auf dem Moskauer Flughafen Vnukovo festgenommen. Er hatte in Kaliningrad gearbeitet und wollte von Moskau aus nach Usbekistan fliegen. Vier weitere Usbeken wurden zusammen mit ihm festgenommen: Rachmatulloch Muchammadchuschaev, Avazbek Nizamov, Olim Dschalalbaev und Chakim Dschalalbaev. Die fünf Männer stammten aus der Mahalla Namangan in Usbekistan und würden seit 2010 regelmäßig zum Arbeiten nach Russland fahren. Ihre Namen fänden sich auf der Fahndungsliste. Die usbekischen Gastarbeiter, die in Kaliningrad arbeiten gehören, so die usbekischen Sicherheitsbehörden, der verbotenen islamischen Organisation Hizb-ut-Tahir an und würden in Russland Geld für den Dschihad sammeln.

Am 7.12.2012 hatten drei Mitarbeiter des usbekischen Geheimdienstes die Männer in der Abschiebehaft aufgesucht und die Usbeken befragt, währenddessen haben sie ihnen ganz offen Folter und 10-15-jährige Haftstrafen angedroht. Sie zeigten ihnen Fotos von Nachbarn, die offenbar massiv zusammengeschlagen worden waren. Diese Drohungen sieht die Menschenrechtsorganisation Memorial, die die Information über den Selbstmord veröffentlicht hat, als Grund für die Verzweiflungstag Fasletdinovs. Am 9. Dezember, nachdem er gewartet hatte, dass seine zwei Zellengenossen die Zelle verlassen hatten, erhängte sich der 19-Jährige. Sein Leichnam wurde in die Moschee Nummer 10 überführt und seine Mutter per Telegramm über den Tod ihres Sohnes informiert.

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