„Wer wird sich für seinen Tod verantworten müssen, wer wird die „Folterfabrik“ schließen“?

das fragen Menschenrechtsaktivisten aus dem Ural, genauer aus der Stadt Ekaterinenburg. Dort ist am 29. Juni 2013 wieder ein Häftling aus dem Nordkaukasus, der 1971 geborene Tarchan Kartoev, an den Folgen schwerer Folter in Haft umgekommen. „Menschen mit schwachen Nerven, sollen bitte nicht weiterlesen“, empfehlen die Autoren. Ja, es sind entsetzliche Bilder, die sie auf ihren Blog gestellt haben. Was müssen erst die Angehörigen des Toten empfunden haben, als sie den Sarg öffneten? Nachdem die Eltern durch ein Telegramm der Haftanstalt am 30.6. über den Tod ihres Sohnes informiert wurden, hatten sie den Leichnam im Ural abgeholt, um ihn in seiner Heimatregion zu bestatten. Sie ließen an dem Leichnam eine unabhängige Obduktion vornehmen. Offensichtlich war der Mann über Jahre brutal und systematisch gefoltert worden. Kartoevs Vater ist überzeugt: Sein Sohn wurde ermordet.

Nur selten gelangen solche Fälle an die Öffentlichkeit. Bis zu 30.000 Tschetschenen und andere Nordkaukasier sollen weiter in russischen Haftanstalten festgehalten und dort genauso behandelt werden, wie der Tote. Im Normalfall muss sich niemand für die Folter an diesen Häftlingen und für den Tod der Gefangenen vor Gericht verantworten. Diese Gewissheit der Straflosigkeit für die Täter hält die Folterfabriken am Laufen!

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