Die Waisenkinder von Westafrika

Im Westen von Afrika tobt ein Krieg. Doch keiner mit Waffengewalt, sondern ein Krieg gegen Ebola und um das Leben von tausenden von Afrikanern. Neben all den vielen, an dieser tödlichen Seuche erkrankten, Menschen leiden vor allem die Kinder unter den Schrecken der Situation. Denn während die Seuche bereits tausende Menschen getötet hat, blieben ihre Kinder oftmals als Waisen zurück. So reißt diese schreckliche Krankheit nicht nur Eltern und Kinder auseinander, sondern raubt den Kindern oftmals auch jede Hoffnung auf eine eigene Zukunft.

von Ilan Rüggeberg

Die Ebola-Waisen von Afrika

Medizinische Versorgung, Nahrung, Sicherheit und eine Perspektive: Waisenkindern fehlt es an vielem - die SOS-Kinderdörfer helfen ihnen.

Medizinische Versorgung, Nahrung, Sicherheit und eine Perspektive: Waisenkindern fehlt es an vielem – die SOS-Kinderdörfer helfen ihnen.

Die Eltern an der grausamen Seuche gestorben, suchen viele der Waisen nun nach Hilfe, um selber nicht zu verhungern. Aus Unsicherheit werden allerdings die meisten der Kinder von ihren Verwandten verstoßen – zu groß die Angst, sich selber zu infizieren und zu gering die Information der Bevölkerung. Die SOS Kinderdörfer in Afrika haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, sich um die vielen Ebola-Waisen zu kümmern und diesen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Nach all dem Schrecken, den diese Kinder durchmachen mussten, ist das Leben in den SOS Kinderdörfern oftmals ein kaum mehr erwarteter Lichtstrahl am Horizont. Doch die Zahlen sind erschreckend. Laut dem aktuellen UN-Bericht wurden bereits bis zum September 2014 mehr als 3700 Ebola-Waisen registriert. Und die Zahlen steigen rasant weiter. Solange die Krankheit nicht effektiv bekämpft und eingedämmt werden kann, wird sich die Zahl der nach Hilfe rufenden Waisen täglich erhöhen. Dabei sorgt man sich beim SOS Kinderdorf natürlich auch um die möglichen Kapazitäten, um mit dem weiterhin zu erwartenden Ansturm fertig werden zu können.

Nur Patenschaften können helfen

Kinder, die sonst niemanden haben, brauchen unsere Hilfe.  Foto: Claire Ladavicius

Kinder, die sonst niemanden haben, brauchen unsere Hilfe.
Foto: Claire Ladavicius

Um in dieser schwierigen Zeit den Aufgaben gewachsen zu sein und die notwendige Unterstützung leisten zu können, benötigen die Kinder in den Kinderdörfern die Hilfe aller anderen Menschen aus besser gestellten Gegenden. Mit einer Patenschaft kann jeder einen Teil dieser Verantwortung übernehmen und selber seinen Beitrag leisten, um die Waisenkinder zu unterstützen. Die vollkommen schuldlos in eine solche Situation geratenen Kinder verdienen unsere Aufmerksamkeit, unsere Zuneigung und auch unsere finanzielle Anteilnahme oftmals mehr, als wir es uns vorstellen können. Mit nur einem kleinen Betrag kann sich das Leben eines solchen Kindes spürbar verbessern lassen.

Jede Hilfe ist gern gesehen

Schaut man sich die aktuelle Lage vor Ort an, so sind die Kinderdörfer im Westen Afrikas in den letzten Monaten mit immer neuen Kindern überrannt worden. Hier ist dringend Hilfe von Nöten, um den Kindern innerhalb der Dörfer ein menschenwürdiges Leben und eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

SOS_Logo 02Die SOS-Kinderdörfer sind weltweit in 133 Ländern aktiv: In über 500 SOS-Kinderdörfern wachsen derzeit ca. 58.000 Mädchen und Jungen auf – behütet und mit der Liebe einer SOS-Mutter, zusammen mit Geschwistern, in einem Haus innerhalb einer Dorf-Gemeinschaft. Dort wird ihnen auch eine Ausbildung ermöglicht und sie in ein selbständiges, menschenwürdiges Leben begleitet.

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