#ChangeTheDate: Aboriginal People fordern Nationalfeiertag für ALLE Australier

Klare Ansage gegen Rassismus in den Straßen von Melbourne. Foto: Melbourne Street Avant-garde via Flickr

Noch immer gibt es nationale Feiertage wie den Kolumbustag (12. Oktober) oder den Australia Day (26. Januar), an denen die „Entdeckung“ Amerikas durch europäische Seefahrer oder eben die beginnende Besiedlung Australiens gewürdigt wird. Doch die Kritik an solchen Feierlichkeiten wird lauter. Auch in Australien.

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Australien: Hunger und Vertreibung bedrohen Aboriginal Australians im Northern Territory

Die Aboriginal Australians verlieren durch die Vertreibung ihre Kultur und Lebensgrundlage. Foto:
Marcus Bichel Lindegaard via Flickr

Es ist kaum zu glauben. Während sich überall sonst auf der Welt viele Menschen zum Osterbraten zusammenfanden, litten Angehörige der indigenen Gemeinde Utopia im australischen Northern Territory in diesem Frühjahr Hunger. Vor allem ältere Menschen sind dort auf Nahrungsmittelversorgung von verschiedenen Sozialprogrammen angewiesen und waren nicht versorgt worden. Sie wehren sich verzweifelt dagegen, ihre Heimat zu verlassen. Das aber wird von der Regierung angestrebt, die die besonders abgelegenen Siedlungen der Aboriginal Australians auflösen und in größeren Ortschaften konzentrieren möchte. Denn das ist ihrer Meinung nach wirtschaftlicher.

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Aboriginal Australians zu töten ist kein Spiel

Es gibt Momente, in denen man sich fragt, wie Menschen nur auf bestimmte Ideen kommen konnten. Zum Beispiel, wenn Programmierer ein Spiel entwickeln, in dem man Aboriginal Australians töten kann. GfbV-Referentin für indigene Völker, Yvonne Bangert, rückt die Vorstellungen der Programmierer zurecht.

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„Wir kämpfen gegen den Klimawandel. Wir kämpfen für die ganze Welt!“

Foto: Breno Machado via unsplash

Indigene Völker sind die Ersten, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen. Ob sie in der Arktis leben oder in den heißen Gebieten Afrikas, ob auf einer Pazifikinsel, im Regenwald Südamerikas oder im hohen Norden Schwedens. Sie alle fühlen die Klimaveränderungen. Indigene Umweltschützer aus aller Welt haben deswegen Hilferufe ihrer Gemeinschaften zum UN-Klimagipfel nach Paris gebracht.

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Brief von den First People des Schwanentals in Westaustralien

Foto: Flickr/butupa

Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker, erhielt heute einen Brief aus Australien: Bella Bropho, Sprecherin der Heimatlosen Aboriginal Nyungah-Gemeinde, erzählt darin von ihrem Kampf und Ihrer Dankbarkeit. Worte, die wir alle gerne hören. Deswegen hat ihn Yvonne Bangert übersetzt.

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Diskriminierung zur Primetime: Aboriginals im australischen Fernsehen

Foto: Flickr/Francisco Martins

Proteste gegen die australische Politik, die entlegene Gemeinden von Aboriginal Australians schließen lässt, heiligen Stätten der indigenen Bevölkerung ihren Status aberkennt, um dort Bergbauindustrie aufzubauen und die Landrechte der Aboriginals nicht anerkennt, werden immer lauter. Am 1. Mai 2015 war ein weltweiter Protesttag, der nächste ist für den 1. Juni 2015 geplant. Doch abseits der Politik wird ein Bild von Aboriginals in der Popkultur geprägt, das eine ganze Gruppe stigmatisiert und diskriminiert.

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Hat Australien seine Ureinwohner wirklich schon anerkannt?

FAQ zum Hintergrund der Aboriginal Anerkennung

Am 13. Februar 2013 erklärte das australische Unterhaus mit der Annahme des Gesetzentwurfes Aboriginal and Torres Strait Islander Peoples Recognition Bill die Ureinwohner offiziell zu den ersten Bewohnern des Landes. Bedeutet diese Entscheidung wirklich den großen Durchbruch? 11 Fragen und Antworten.

Zusammengestellt von Marion Caris

Gelten die Ureinwohner jetzt offiziell als die ersten Bewohner des Landes?

Nein. Es handelt sich lediglich um einen Gesetzentwurf als ersten Schritt zur offiziellen Anerkennung im australischen Grundgesetz, die dann durch ein Referendum erfolgt. Durch die Annahme des Entwurfs erklären alle politischen Parteien sich bereit, dieses Verfahren zu einem nationalen Thema zu machen. Weiterlesen

Veranstaltungshinweis: „Aborigonal Australia“ beim Australischen Filmfestival in Berlin

Erstmals findet in diesem Jahr in Berlin ein australisches Film-Festival statt. Vom 16. Bis 18. September 2011 präsentiert Down Under Berlin – The Australian Film Festival genreübergreifend australischen Film aus allen Epochen der Filmgeschichte und für alle Altersgruppen.

Interessant besonders, weil Filme von, mit und über Aborigines den kuratorischen Schwerpunkt des Festivals bilden. Diese Filme thematisieren die kulturelle Identität und das Selbstverständnis der Aborigines Australiens und stellen die Frage, wie die tradierten Lebensweisen der Ureinwohner mit einer marktorientierten Gesellschaft in Einklang gebracht werden können.

Unter anderem wird der Film Uranium – Is it a Country? (Samstag, 17.09.2011, 19 Uhr) von Kerstin Schatz gezeigt. Der Dokumentarfilm zeigt, wie und wo Uran genutzt und abgebaut wird. Australien hat den weltgrößten Uranbestand. Die Risiken und Möglichkeiten, die Uran und Kernenergie mit sich bringen, werden in Australien und Europa gleichermaßen erforscht. Im Anschluss an den Film findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin statt.

Ort: Kino Moviemento, Berlin – Kreuzberg

Veranstaltung zum Thema Indigene und Ressourcenabbau

Letzte Woche veranstaltete die GfbV beim Global Media Forum der Deutschen Welle eine Podiumsdiskussion zum Thema Indigene und Ressourcenabbau. Dazu eingeladen waren die grönländische Journalistin Nuno Isbosethsen von Radio KNR, Obang Metho vom Anuak Justice Council für Äthiopien und James Albert, der GfbV-Indien-Experte und Co-Autor des letztjährigen Reports über Uranabbau in Indien.

Die lebhafte 90-minütige Diskussion kann man hier nachhören.

Dokumentation über Australia’s First People – Filmausstrahlung: 27./28. Mai in Berlin

„Our Generation“ ist die unerzählte Geschichte über den Kampf der Aborigines im Norden Australiens gegen Unterdrückung, Diskriminierung und Enteignung – ein Kampf verborgen vor den Augen der breiten australischen und internationalen Öffentlichkeit. Weiterlesen