Artillerieeinschläge und Neujahrsfeste: Meine Reise nach Nordsyrien

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Foto: Kamal Sido

Der Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Dr. Kamal Sido, fuhr vom 12. März bis zum 3. April 2016 nach Rojava-Nordsyrien, um sich ein eigenes Bild von der Lage in dem Gebiet zu machen. Auf seiner Reise durch Nordsyrien hörte er nachts die Einschläge von Raketen und Artilleriebeschuss, feierte das kurdische und das assyrische Neujahrsfest und traf sich mit Vertretern von Parteien, Organisationen und zivilgesellschaftlichen Projekten.

Seine persönlichen Eindrücke beschreibt er in diesem ausführlichen Reisebericht. Klicken Sie sich durch die einzelnen Kapitel und folgen Sie unserem Nahostreferenten in ein Gebiet, von dem Sie sonst aus den Nachrichten hören.

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Wie alles begann

Da mein Geburtsort Afrin nahezu vollständig von Islamisten und von der türkischen Regierung eingekesselt ist, entschied ich mich, dass „andere Kurdistan“ in Nordsyrien zu besuchen.

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Semalka: Der einzige Weg nach Rojava

Der Grenzübergang von Semalka ist die einzige Möglichkeit, nach Rojava rein, aber auch raus zu kommen oder humanitäre Lieferungen in die Region zu bringen.

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Kurden und ihre Anführer

Kurden streiten über viele Fragen. Eine Frage, über die gerade intensiv diskutiert wird, ist: Wer ist der größte Kurdenführer, Masud Barzani oder Abdullah Öcalan?

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Feindseligkeiten in Amude

Die Mitarbeiter des alternativen Radiosenders arta.fm in Amude zeigen, wie eine friedliche und tolerante Zukunft in Rojava aussehen könnte.

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Granaten in Qamischli

An den Tagen, an den ich mich in Qamischli aufhielt, konnte ich kaum schlafen, da ich mehrmals in der Minute das Donnern der Artillerie- oder Raketeneinschläge hörte.

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Auf jüdischen Spuren in Qamischli

Die Jerusalem Post berichtete 2006, dass noch drei Juden in Qamischli lebten. Also begab ich mich während meines Aufenthalts auf die Suche nach jüdischen Spuren.

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Besuch eines Gefängnisses

Im Gefängnis „Qanat al Suwes“, das ich in Qamischli besuchte, saßen rund 225 Gefangene. Mit einigen von ihnen konnte ich Gespräche führen.

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Kurdisches Neujahrsfest in Kobani

Auf dem heute wieder zugänglichen Hügel Mischtanur zwei Kilometer südlich der Stadt Kobani kämpfte die IS-Miliz noch Ende 2014 gegen die YPG.

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Bei den Yeziden

In dem Dorf Qizlacho, das nicht weit von Amude liegt, war ich mit Yeziden verabredet, mit denen wir zusammen Mittag aßen. Unter den Gästen waren auch einige Yeziden aus Deutschland.

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Wie bei Karl May

Auf dem Rückweg zur „kurdisch-kurdischen“ Grenze am Tigris bei Semalka machten wir einen Zwischenstopp in Tall Alo, dem Sitz von Scheich Humaidi Daham al-Hadi.